SVM iPod
ÜBERSETZUNG VON MUCUS: Alizée – Techno Girl Wer hat gesagt, dass Mädchen sich nicht mit Computern auskennen? Nicht Alizée! Wir haben die Sängerin zur Veröffentlichung ihres neuen Albums "Psychédélices" getroffen. Ein Gespräch mit einem charmanten Geek und totalen iPod-Fan. Ein rauer Morgen im Februar... Aufstehen fällt schwer, selbst der iPod weigert sich, aus seiner Tasche herauszukommen. Genau die Zeit, sich einen Kaffee zu nehmen und am Kamin eines großen Pariser Hotels aufzuwärmen, wohin uns Alizée eingeladen hat. Die Sängerin kehrt nach drei Jahren Abwesenheit zurück. Zeit, ein Baby zu bekommen und ein Album zu entwickeln. Auf dem Cover ihrer neuen Platte ist die junge Frau gereift. Das Lolita-Spielen unter dem Hirtenstab des Duos Mylène Farmer und Laurent Boutonnat ist vorbei. Die kleine Ajaccionerin hat mit ihren Mentoren gebrochen, die sie bei der Sendung Graines de star auf M6 entdeckt haben. Die Künstlerin behauptet sich im Leben, ohne etwas von der Vergangenheit zu leugnen und nimmt ihre Karriere in die Hand, die an der Tür des Texters von Alain Bashung, Jean Fauque, oder des dunklen Daniel Darc, Sänger von Taxi-Girl, klopft. Das ergibt einen Cocktail der Kreuzung von Pop, Variété und sogar Rap. Ein Eklektizismus ihres Image, fesselnd und im Gegensatz zur Sängerin vermarktet durch ihr Plattenlabel. Alizée übernimmt ihre Geschmäcker und Vorlieben vom Spielzeug der Jungs. iPod und Mac nehmen nämlich einen großen Platz in ihrem Alltag ein. Sie kommt an, stets freundlich trotz der sieben Konzerte der Enfoirés zugunsten der Restos du cœur in nur fünf Tagen. Zusammenkunft. Sie kommen gerade vom Konzert der Enfoirés zurück... Erschöpft, aber glücklich? Die Tournee der Enfoirés ist ein besonderer Moment. Es ist ein bisschen wie ein Ferienlager, man legt beiseite, was man ist, um sich einem Zweck zu widmen. Dieses Jahr hat sich das Spektakel in ein Musical umgewandelt, man verkleidet sich, man amüsiert sich! Die meisten Künstler haben kein Lampenfieber, wenn sie vor etwa 10.000 Personen singen... Sind Sie und Ihr iPod unzertrennlich? Ich habe ihn immer bei mir, sogar während der Konzerte. Bei Les Enfoirés mussten wir jeder etwa fünfzehn Lieder interpretieren, mein Player ermöglicht mir, sie zu üben. Genauso bei den TV-Sendungen, wo man mich oft bittet, verschiedene Versionen der Lieder des Albums zu singen: ich nehme meinen iPod, ich höre und ich zähle die Anzahl an Refrains, er ist ein super Spickzettel! (lacht...) Alle Künstler, die ich kenne, haben einen iPod, von einem MacBook und einem iPhone ganz zu schweigen. Während der Kreation des Albums behielt ich alle Entwicklungen meiner Lieder in meinem Player, von der Version, wo ich das erste Mal die Stimmen sang, die Aufnahmen der Musiker... Kurz gesagt ist der iPod ein wunderbares Arbeitsinstrument, aber nicht nur. Ich sehe mir gerne Filme an. Wenn ich mit dem Flugzeug reise, nehme ich grundsätzlich meinen iPod mit, damit sich meine Tochter Zeichentrickfilme anschauen kann. Sie ist mit dem iPod geboren worden, sie weiß nicht, wie ein Flug ohne Player ist! Auch für den Sport ist mein iPod unentbehrlich. Ich schaffe das nicht mehr ohne Musik und ohne eine Playlist zu erstellen, die ich laufen lasse, das geht super schnell! Wie erklären Sie sich den Erfolg des iPod? Für die Mädchen ist es vor allem ein Mode-Objekt, das es in verschiedenen Farben gibt, das man gravieren lassen kann. Alle großen Luxusmarken machen maßgeschneidertes Zubehör, wie Chanel oder auch Vuitton, die Taschen für das iPhone schon vor dessen Veröffentlichung herausbrachten! Das ist auch ultra-einfach, wie alles, was von einem Apfel gekratzt wird. Haben Sie keine Angst, dass die Benutzer der digitalen Player illegale Downloads bevorzugen? Nein, die MP3-Player sind nicht der Ursprung der Piraterie, es ist der Preis des Fortschritts und des Internet... Wir können da nichts machen, man hat viele Gesetze gemacht, es ist ein im Voraus verlorener Kampf, außer man kehrt zur Vinyl zurück. Ich glaube, dass man sich auf den Tod der CD vorbereiten muss. Sind Sie ein Fan der ersten Stunde? Ich bin durch den Mac zum iPod gekommen. Während meiner Tournee Ende 2003 bin ich in einen Laden gegangen, um ein PowerBook zu kaufen. Ich wollte die drei Monate unterwegs und die Ratschläge der Musiker nutzen, die alle an Rechnern von Apple arbeiten. Und als ich dort notgedrungen den iPod neben dem Mac sah, konnte ich nicht widerstehen! Später bin ich dem rosafarbenen Mini verfallen, eine limitierte Hello-Kitty-Edition, die ich in Japan bestellt habe, bis zu dem Tag, wo ein komisches Icon auf dem Bildschirm erschienen ist, eine Person mit kleinen Augen und einem lächelnden Mund. Ich habe alles versucht, ihn neu zu starten, die beiden Tasten gleichzeitig gedrückt, ohne Erfolg... Meine Tochter hat ihn als Spielzeug geerbt, um so zu tun als ob. Dann bin ich zum schwarzen Nano gewechselt, dann zum neuen grauen Classic 80 GB, den ich zum Geburtstag bekommen habe. Vom Touch sind Sie nicht überzeugt? 16 GB Speicher, das reicht nicht aus. Schon bei meinem Nano musste ich ständig Stücke in iTunes auswählen. Es ist zu frustrierend, wenn man wie ich eine 40 GB große Musiksammlung hat! Ich ziehe es vor, all meine Musik in meiner Tasche mitzunehmen! Den Touch überlasse ich meinem Ehemann (Jérémy Chatelain, Anm. d. Red.), ich habe ihm einen zu Weihnachten geschenkt. Ist der Geek-Status nicht mehr nur für die Männer reserviert? In der Tat, denn neue Technik-Sachen mochte ich schon immer... Noch vor einigen Jahren warf ich mir vor, nur Jungs-Sachen zu mögen! Als ich anfing, ein bisschen Geld zu verdienen, gab ich es sowohl für Gadgets als auch Handtaschen, meine zwei Leidenschaften, aus! Ich liebe es, nach Japan zu fahren und in den Hightech-Geschäften einzukaufen. Dort gibt es ganze Gebäude, wo jeweils ein Stockwerk reserviert ist für Fotoapparate, Videokameras, Rechner, ein surrealistisches Ding! Bei aller Bescheidenheit, ich habe ein kleines Niveau erreicht und ich kenne mich heute besser aus als mein Ehemann... (lacht) Mit ihm spiele ich Kundenservice am Telefon. Es ist mein Vater, der mich mit dem Virus angesteckt hat, und darauf ist er stolz. Ich habe zuhause immer Rechner gehabt, ich habe Fotos, wo man mich ganz klein neben einer Tastatur sieht. Wenn ich einen Bug habe, suche ich stundenlang, warum das nicht geht. Nur bei extremer Not rufe ich meinen Vater zur Hilfe. Trotzdem sagt er mir immer, wenn er rangeht: "Apple Kundenservice, Guten Tag!" Wozu dient Ihnen Ihr Rechner? Ich mache von allem ein bisschen. Insgesamt habe ich 21.000 Fotos, die ich mit iPhoto oder Aperture verwalte (das mein Vater mir zeigte) und natürlich Photoshop, um ein Minimum von Nachbesserungen zu machen. Ich mag es auch, kleine Videos mit iMovie zusammenzuschneiden, um sie auf meinen iPod zu schieben und sie meinen Angehörigen zu zeigen: von Urlaubsfilmen über ein Making-of der Produktion meines letzten Albums bis zum Geburtstag meines Vaters... 2003 habe ich ihn während eines Konzerts vor 4.000 Zuschauern angerufen, um ihm alles Gute zum Geburtstag zu wünschen. Die Maskenbildnerin hat alles gefilmt und ich habe es auf meinem Mac zusammengeschnitten und ihm geschenkt. Es ist ein einmaliges Geschenk, das ihn besonders berührt hat. Sind Sie sehr aktiv im Netz? Kümmern Sie sich persönlich um Ihre Webseite? Die offiziellen Künstlerwebseiten sind schwerfällig und schwierig zu aktualisieren. Ich ziehe es vor, MySpace zu benutzen, das wirklich jedem zugänglich ist, um seine Fotos und News zu veröffentlichen. Deshalb verwalte ich meine Seiten täglich und ich erhalte direkt die Mitteilungen von meinen Fans... Ich bin natürlich auf FaceBook, aber dort ist es persönlicher. Von welchem noch nicht erfundenen digitalen Gegenstand träumen Sie? Dass man alles im Haus (vom Fernseher bis zur Küche) wie beim iPhone mit einem zärtlichen Fingerstreich steuern kann. Und dann eine tolle Sache, die ich an meinem iMac liebe, und von der sich alle anderen Konstrukteure inspirieren lassen sollten: er hat nur ein Kabel! Für ein Mädchen, das den Haushalt macht, ist das super-wichtig...
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